Schneeschuhwandern & Naturschutz


Was des Einen Freud ist des Anderen Leid. So schön das Wandern in unberührter Landschaft auch ist, wir sind dazu verpflichtet, überwinternde Tiere nicht zu stören. Ein Aufschrecken, der sonst in ungestörter Umgebung lebenden Tiere, zehrt an den spärlichen Winterreserven und kann der sichere Tod sein.

Was kann der einzelne tun?

  • unternehmen Sie Ihre ersten Touren mit einem Führer
  • lassen sich aufklären
  • meiden Sie sensible Gebiete
  • bitte benutzen Sie markierte Wege
  • laufen Sie nicht kreuz und quer durch den Wald
  • beachten Sie Ruhezonen und Schutzgebiete der Wildtiere
  • umgehen Sie Futterstellen
  • vermeiden Sie unnötigen Lärm
  • vermeiden Sie die Beschädigung junger Bäume und Sträucher
  • nehmen Sie Ihren Abfall wieder mit
  • verlassen Sie Ihren Rastplatz so sauber, wie er vorher war


Spezielle Informationen zum Naturschutz am Dreisessel:

Wegen der beeindruckenden Felsformationen und der naturnahen Hochlagenwälder wurde auf bayerischer Seite bereits 1938 ein 268 ha großer Bereich des Grenzkamms zwischen Hochstein und Dreiländereck als Naturschutzgebiet ausgewiesen.

 

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Inzwischen gehört dieses Areal zusammen mit dem angrenzenden Šumava-Nationalpark und den oberösterreichischen Hochlagenwäldern als sogenanntes Fauna-Flora-Habitat-Gebiet zum europäischen Schutzgebietsnetz „Natura 2000“.

Zum Schutz des vom Aussterben bedrohten Auerhuhn-Vorkommens ist ein striktes Wegegebot erforderlich. Nur noch wenige Exemplare dieses einst für den Bayerischen Wald charakteristischen großen Waldvogels leben am Dreisessel.

Gerade im Winter können schon geringfügige Störungen zum Aussterben der seltenen Auerhühner im Gebiet führen. Bitte beachten Sie deshalb die entsprechenden Verhaltenshinweise und Verbote.

Hier gibt´s das Faltblatt Schneeschuhwandern am Dreisessel zum Download (pdf)…


Informationen zum Auerwild:

Der Dreisesselgipfel, der Bayerische Plöckenstein und die Dreiecksmark hoch über der “Neuen Welt” bei Neureichenau sind auch im Winter beliebte Ausflugsziele und Sportgelände für eine sehr große Zahl von Naturbegeisterten und all denen, die weder Wind noch Wetter scheuen, wenn sie nur Schneeschuhe oder Tourenski an den Füssen haben. Schon im vergangenen Winter hat die Untere Naturschutzbehörde am Landratsamt Freyung-Grafenau die daraus sich ergebenden Probleme für so seltene und störungsempfindliche Tierarten wie das Auerhuhn, der größte einheimische Hühnervogel, aufgezeigt.

Hier ein paar Info´s zum Auerwild, zusammengestellt von Dipl.Ing. (FH) Werner Simmet, Untere Naturschutzbehörde, Landratsamt Freyung-Grafenau, Tel. 08551/57-0:

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Merkmale:

Größter Hühnervogel in Europa, Hahn mehr als gänsegroß, Gefieder dunkel, Flügel braun mit weißem Schulterfleck, schwarzer Kehlbart; über dem Auge rote, nackte Hautstelle; Henne nur etwas mehr als halb so groß wie der Hahn, erinnert an große Birkhenne, unterseits aber auffälliger gebändert.

Verbreitung:

Von den Wäldern Schottlands über Nordeuropa bis Zentralsibirien; im übrigen Europa einzelne Verbreitungsinseln in Kantabrien, Pyrenäen, Alpen und einigen Mittelgebirgen (u. a. Schwarzwald, Karpaten, Bayerischer Wald), nur vereinzelt auch in Tieflagen (z. Bsp. in Ostpolen und in der Niederlausitz).

Weitere Info´s zum Auerwild hier: http://www.tauchblog.com/2011/02/11/das-auerhuhn-info%c2%b4s-fakten/



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