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Schneeschuhwandern Bayerischer Wald & Böhmerwald Schneeschuhtouren

Für die Indianer im Norden Amerikas waren Schneeschuhe ein lebensnotwendiges Fortbewegungsmittel. Heute fasziniert das Schneeschuhwandern auch die Wintersportler.
Eigentlich handelt es sich dabei nicht um richtige Schuhe sondern eher um Schuhuntersätze aus Aluminium oder Plastik ( selten auch noch Holz ) die unter die Schuhe geschnallt die Auflagefläche auf dem Schnee vergrößern.

 


Aktuelle Diskussion am Berg: Schneeschuhwanderer zerstören Umwelt !



Durch diese auf eine größere Fläche verteilte Last sinkt man nicht so tief in den Schnee ein und ein Wandern im Tiefschnee wird möglich. Deshalb erfreuen sich diese Schuhe immer größerer Beliebtheit.   

Vor allem Menschen, die mit Alpinskifahren nichts am Hut haben, können so ebenfalls die Winterlandschaft mit einfachen Hilfsmitteln genießen. Ausgerüstet mit einem Paar Schneeschuhen, Gamaschen und Stöcken kann es losgehen. Touren in tief verschneiten Wäldern im Bayerischen Wald lassen den Alltagsstress weit hinter einem liegen. Wie auf Watte wandert man im Tiefschnee.  Nur das Knirschen der Schuhe im Schnee und der eigene Atem stören die Ruhe.

Schneeschuhlaufen Schneewandern

 

geführte Schneeschuhwanderungen geführte Schneeschuhtouren Bayerischer Wald

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Was ist so besonderes am Schneeschuhwandern?


Gute Frage ! Aber wenn Sie erst einmal mit Schneeschuhen unterwegs waren, werden Sie´s wissen!
(Es wird erzählt, dass sogar schon eingefleischte Skitourengeher mit Schneeschuhen gesehen worden sind!)

Unberührte und verschneite Winterlandschaft, lockerer Pulverschnee, Ruhe und Einsamkeit erwarten den Schneeschuhwanderer auf seinen Touren. Gerade für “Nichtskifahrer” und Individualisten ideal, um auch im Winter raus in den Genus der Natur zu kommen. Wenn dann noch das Wetter und der Schnee mitspielen, wird´s auch Sie packen, das Schneeschuhfieber ...

Wir brauchen die Schneeschuhe nicht mehr zum Überleben, aber vielleicht macht´s gerade deswegen so viel Spaß. Schneeschuhwandern ist in den vergangenen Jahren in unseren Breitengraden immer populärer geworden und es gibt bereits viele Anbieter von Touren und Artikel.
Für Schneeschuhtouren im Bayerischen Wald benötigen Sie keine besondere Ausbildung oder Fähigkeiten.
Einfach ausgedrückt heißt das: Wer laufen kann, kann auch Schneeschuhwandern.

Fazit: Sie müssen sich jetzt nicht mehr neidig die Geschichten der Tourenskifahrer anhören. Mit Schneeschuhen eröffnen sich für Sie ganz neue Möglichkeiten und Wege in verschneiter Winterlandschaft, unabhängig von gespurten oder nicht gespurten Langlaufloipen. Und im Bayerischen Wald: frei von Lawinengefahr.    

Erleben und fühlen Sie den Reiz, den das Wandern in unberührter Winterlandschaft ausstrahlt

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Schneeschuhwandern und Umweltschutz

Was des Einen Freud ist des Anderen Leid. So schön das Wandern in unberührter Landschaft auch ist, wir sind dazu verpflichtet, überwinternde Tiere nicht zu stören. Ein Aufschrecken, der sonst in ungestörter Umgebung lebenden Tiere, zehrt an den spärlichen Winterreserven und kann der sichere Tod sein.

Darum noch Mal der Tipp: Unternehmen Sie Ihre ersten Touren mit einem Führer und lassen sich aufklären. Meiden Sie sensible Gebiete.

Was kann der Einzelne tun?

Markierungen und Hinweise beachten Ruhezonen und Schutzgebiete für Wildtiere akzeptieren, Futterstellen umgehen und Lärm vermeiden   Lebensräume erkennen (z.B. Spuren) und nach Möglichkeit dem Wild ausweichen. In Waldgebieten auf Forst- und Wanderwegen bleiben.

Bitte benutzen Sie markierte Wege und laufen Sie nicht kreuz und quer durch den Wald!
 

Schneeschuhwandern und seine Gefahren für die Tierwelt!

von Karl Haberzettl, 1. Vorsitzender der Bund Naturschutz Kreisgruppe Passau

"Ich nehme es gleich vorne weg, ich bin nicht gegen das Schneeschuhwandern wenn einige Regeln befolgt werden.

Oder wenn es sich um geführte Touren handelt. Auch die Hinweise der Sportgeschäfte Inhaber zum Thema Naturschutz im Artikel nehme ich zur Kenntnis. Ich stelle aber im diesjährigem Winter mit   den idealen Voraussetzungen für Wintersport bzw. dem  Schneeschuhwandern fest, das es auch sehr viele Einzelgänger und Individualisten gibt, die weder geführt werden wollen oder sich an bestimmte Regeln halten man sieht dies an den vielen Spuren im Schnee.

Das mit Abstand größte Konfliktpotenzial liegt in der Störung der Wildtiere. Dabei gibt es verschiedene Aspekte zu berücksichtigen:

Skitourengeher und Schneeschuhwanderer können Wildtiere zur Flucht veranlassen. Flucht vor allem im Winter und bei den Schneehöhen die wir momentan haben  verursacht bei den Tieren einerseits einen erhöhten Energieverbrauch und führt andererseits dazu, dass Futterplätze und Nahrungsquellen aufgegeben werden und die Energiezufuhr somit reduziert wird. Weil Nahrung im Winter nur spärlich vorhanden ist und die Fett- und Energiereserven der Tiere knapp sind, kann dies fatale Folgen haben. Störung kann zu einem erhöhten Mortalitätsrisiko führen.
Am sensibelsten reagieren dabei die im Bayerischen Wald noch vorkommenden  Rauhfußhühner Auerhuhn, Birkhuhn. Die im Winter nur wenige Stunden aktiven Wildtiere können ihre Nahrung nur bei Tage aufnehmen. Da sie keine Fettreserven anlegen, führt der erhörte Energieverbrauch ebenfalls zu einem raschen Ansteigen des Mortalitätsrisikos und besonders bei Störung während der Balzzeit zur Schwächung der Population.
 Wenn das Schalenwild, bei uns vor allem das Reh und  vereinzelt der Hirsch  von den Futterplätzen und vor allem ihren Wintereinstandsplätzen  vertrieben wird, flüchtet es  und richtet im Wald aus verschiedenen Gründen  Verbissschäden an Jungbäumen an. Dies kann langfristig zur Zerstörung des Waldes führen.
Die Auswirkungen sind - bedingt durch die Höhenlage der Lebensräume der Wildtiere - stark abhängig vom Gelände bzw. von der Höhenlage einer Skitour. Im Hochgebirge gelten wiederum andere Grundsätze wie in unseren Breiten. Währenddem der Bereich oberhalb der Waldgrenze weitgehend unproblematisch ist, ist das Störungspotenzial im Bereich der oberen Waldgrenze sowie im Wald sehr viel größer. Skitouren und Schneeschuhwandern  im Hochgebirge sind somit störungsbiologisch unproblematisch. Außerdem ist die Tageszeit ein entscheidender Faktor; problematisch sind die Dämmerungszeiten am Morgen und am Abend."

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Letzte Änderung: 14.02.2010 18:25 © Bayerwald Schneeschuhtouren Stefan BERGER. Alle Rechte, Irrtümer und Änderungen vorbehalten.
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